Obermarkersdorf.
Der von Kaiser Friedrich III. im Jahr 1489 zum Markt erhobene
Ort Obermarkersdorf kann auf eine lange Weinbautradition
zurückblicken.
Die älteste urkundlich erwähnte Eintragung eines Weingartens
befindet sich im Rentenbuch der Zisterzienserabtei Zwettl aus
dem Jahr 1176. Der »Burgfrieden zu Retz« besagte, daß
die
Winzer von Obermarkersdorf, sowie aller anderen an Retz
grenzenden Orte, ihre Weine bis Martini an die befestigte
Stadt Retz abzuliefern hatten. Dort wurde der Wein anschließend
in den riesigen Kellergewölben gelagert und verkauft.
Die Aufhebung der Grunduntertänigkeit ab 1848 bedeutete auch
für den Weinbau den Beginn einer emanzipierten und dynamischen Entwicklung.
Trotzdem bleiben die Obermarkersdorfer ihrer
Geschichte verbunden. Diese gelebte Tradition geht weit über den
Weinbau hinaus: 1998 wurden sie für die vorbildliche Renovierung
ihres Ortes und das intakte Dorfleben mit dem europäischen
Dorferneuerungspreis ausgezeichnet.
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